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Hospiz Stiftung Niedersachsen Domhof 18 - 21 31134 Hildesheim info@hospiz-stiftung-niedersachsen.de |
Die Kirchen in Niedersachsen haben die Hospiz Stiftung Niedersachsen als ein bisher in Deutschland einzigartiges ökumenisches Projekt gegründet, um die Sterbebegleitung in Niedersachsen zu fördern. Beteiligt sind die fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen - Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Schaumburg-Lippe, Evangelisch-reformierte Kirche Leer - und die drei katholischen Bistümer Hildesheim, Osnabrück und der oldenburgische Teil des Bistums Münster. Das Gründungskapital betrug 100.000 €.
Ausgangspunkt der Überlegungen zur Gründung der Stiftung war die Zusammenarbeit zwischen Ulrich Domdey, katholischer Theologe und tätig beim Bistum Hildesheim, und Martin Ostertag, evangelischer Pastor und seit 1997 Beauftragter der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für Hospizarbeit und Palliativmedizin.
Aus dem Bekenntnis der evangelischen und katholischen Kirchen zur Hospizbewegung folgerte die tatkräftige Unterstützung und Begleitung. Ein zentraler Bedarfsbereich wurde schnell erkannt: Die mangelnde finanzielle Ausstattung der mittlerweile 10.000 Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Diesen Menschen, die ihre freie Zeit in die Hospizarbeit einbringen, ist es oft nicht möglich, zusätzlich Geld für Fortbildung, Vorbereitungskurse, Sachkosten, Aufwandsentschädigung und Öffentlichkeitsarbeit aufzuwenden. Dieser Mangel hemmt den Aufbau der so dringend benötigten flächendeckenden Errichtung weiterer Hospizgruppen. Martin Ostertag und Ulrich Domdey entwickelten daher das Konzept einer Stiftung für Niedersachsen, die kirchenübergreifend arbeitet und die Unterstützung der Ehrenamtlichen als Satzungsziel in den Vordergrund stellt. Dieses Konzept konnte alle evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen überzeugen. Am 21. November 2003 wurde der Gründungsakt durch eine feierliche Auslobung in Hannover vollzogen.


Das Logo der Hospiz Stiftung Niedersachsen zeigt zwei ineinander greifende geschwungene dunkelrote Bögen auf dem Hintergrund eines unregelmäßigen grauen Dreiecks.
Das Dreieck deutet eine Strasse an, die in die Ferne führt: Sinnbild für den Lebensweg. Sterbende befinden sich auf dem letzten Abschnitt, und doch ist das Ende des Weges noch nicht absehbar. Es geht um "Leben bis zuletzt".
Die dunkelroten Bögen sind nah beieinander ohne sich zu bedrängen - ein Hinweis auf die Nähe zweier Menschen in der Sterbebegleitung, die Hilfe ohne Bevormundung verspricht, Zuwendung und gegenseitigen Respekt. Gleichzeitig können sie auch die Beziehung zwischen der Stiftung und den Ehrenamtlichen in der Hospizbewegung darstellen.